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News

Elektrotechnik Verordnung ETV

ETV 2002 / A2

Zwingend Erforderlich seit 12. Juli 2010!

Die wesentlichste Neuerung besteht darin, dass gemäß § 7a künftig der Vermieter bei der „Vermietung einer Wohnung gem. § 2 Abs 1 MRG“ sicherstellen muss, dass die elektrische Anlage der Wohnung den Bestimmungen des Elektrotechnikgesetz ETG 1992 entspricht.

Des Weiteren ist, unbeschadet des vorhandenen Anlagenzustandes, jedenfalls der Einbau eines Fehlerstrom-Schutzschalters mit einem Nennfehlerstrom von nicht mehr als 30 mA unmittelbar vor den in der Wohnung befindlichen Leitungsschutzeinrichtungen erforderlich.

Wichtig ist auch das Vorliegen einer Dokumentation darüber. Denn: “Liegt hierüber keine geeignete Dokumentation vor, so kann die Mieterin bzw. der Mieter der Wohnung nicht davon ausgehen, dass die elektrische Anlage diesen Anforderungen entspricht.“ Dies ist ein Auszug aus der ETV 2002 / A2

Gesetzestext:

2. Nach§ 7 wird folgender § 7a eingefügt:

„§ 7a. Bei Vermietung einer Wohnung gemäß § 2 Abs. 1 MRG, BGBl. Nr. 520/1981 igF, ist sicher-zustellen, dass die elektrische Anlage der Wohnung den Bestimmungen des ETG 1992 entspricht; bei Anlagen, die über keinen Zusatzschutz gemäß ÖVE/ÖNORM E 8001-1:2000-03-01, in der Fassung der Änderungen ÖVE/ÖNORM E 8001-1/A1:2002-04-01, ÖVE/ÖNORM E 8001-1/A2:2003-11-01, ÖVE/ÖNORM E 8001-1/A3:2007-10-01 und ÖVE/ÖNORM E 8001-1/A4: 2009-04-01, verfügen, ist, unbeschadet des vorhandenen Anlagenzustandes, der Schutz von Personen in der elektrischen Anlage durch den Einbau mindestens eines Fehlerstrom-Schutzschalters mit einem Nennfehlerstrom von nicht mehr als 30 mA, unmittelbar vor den in der Wohnung befindlichen Leitungsschutzeinrichtungen, sicher-zustellen. Liegt hierüber keine geeignete Dokumentation vor, so kann die Mieterin bzw. der Mieter der Wohnung nicht davon ausgehen, dass die elektrische Anlage diesen Anforderungen entspricht.“

 

RAUCHMELDER

Wer sollte Rauchmelder haben?

Feuerwehren und Versicherungen empfehlen die Installation von Rauchmeldern in jedem Privathaushalt, insbesonders in Kinderzimmern. Auch staatliche Institutionen beschäftigen sich zunehmend mit dieser einfachen und effektiven Schutzmassnahme. Brandgefahren bestehen in jedem Haushalt, ausgehend z.B. von Kerzen, Fehlbedienung in der Küche, Zigaretten, zündelnden Kindern, elektrischen Geräten etc.

 Wofür braucht man Rauchmelder?

Der Zweck eines Rauchmelders ist der Schutz von Leben, das heisst die rechtzeitige Warnung vor Feuer. Die grösste Gefahr bei einem Brand geht von dem dabei entstehenden Rauch aus. Die meisten Opfer bei Wohnungsbränden erleiden eine Rauchgasvergiftung. Besonders gross ist die Gefahr während man schläft, da der unbemerkt ins Schlafzimmer eindringende Rauch den Menschen nicht aufweckt, sondern im Gegenteil immer tiefer schlafen lässt.

Das ist die Erklärung, warum jemand, der mit brennender Zigarette einschläft, im eigenen Bett verbrennen kann und nicht durch das Feuer geweckt wird. Ein Rauchmelder bietet hier einen sinnvollen Schutz, da er den Menschen durch einen sehr lauten Alarmton auch aus sehr tiefem Schlaf noch rechtzeitig wecken kann. Oft geht es dabei nur um Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden.

Natürlich kann ein Rauchmelder auch vor einem Entstehungsbrand warnen und den Bewohnern Gelegenheit geben, durch rechtzeitiges Eingreifen das Schlimmste zu verhindern. Ein Wohnungsbrand stellt immer eine menschliche Katastrophe dar, da nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, sondern unter Umständen persönliche Gegenstände eines ganzen Lebens in einem Augenblick zerstört werden.

Wie viele Rauchmelder benötige ich?

Mindestschutz: 1 Rauchmelder pro Wohnung bzw. pro Etage

Erweiterter Schutz: im Flur und Treppenhaus Schlafzimmer und Kinderzimmer

Vollschutz: Alle Räume, Dachboden und Keller etc. (ausser Badezimmer)

Jeder Raum des Hauses soll überwacht werden, ausgenommen sind Räume, in denen es zu Fehlalarmen kommen kann wie Küche, Bad oder sehr staubige Räume. In der Küche kann als Alternative ein Temperaturmelder verwendet werden.

Wo und wie werden Rauchmelder installiert?

In Privathaushalten gehören Rauchmelder an die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. Die Geräte werden einfach an der Decke befestigt. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und/oder in den Schlafzimmern selbst – vor allem wenn dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o. ä. vorhanden sind. Auch die Kinderzimmer sollten durch ein zusätzliches Gerät geschützt werden. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur und Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollte auf eine Installation verzichten werden, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe ein Fehlalarm ausgelöst werden könnte. Auch besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation.Es ist sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen, sodass z.B. ein Kellerbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.

Woran merke ich, dass die Batterie eines Rauchmelders erneuert werden muss?

Die meisten Rauchmelder verfügen über Batteriewarnung, das heisst, wenn die Stärke der Batterie nachlässt, gibt der Rauchmelder in bestimmten Abständen ein Warnsignal in Form eines kurzen Tons ab. So hat man genug Zeit die Batterie zu ersetzen. Auch die Rauchmelder mit Netzanschluss melden eine schwache Notstrombatterie rechtzeitig.

Wie oft muss man die Batterie eines Rauchmelders wechseln?

Im allgemeinen hält die Batterie zwischen 1 und 3 Jahre, je nach Batterietyp und Häufigkeit der durchgeführten Probealarme. Verwenden Sie nur die vom Hersteller in der Bedienungsanleitung empfohlenen Batterietypen.

Wozu dient die Kontrolllampe an einem Rauchmelder?

Diese kleine Anzeigeleuchte blinkt regelmässig (ca. einmal je Minute), um anzuzeigen, dass der Rauchmelder funktionstüchtig ist.

Löst Zigarettenrauch einen Fehlalarm bei einem Rauchmelder aus?

Bei normalem Zigarettenkonsum wird der eine Rauchmelder in der Regel nicht ausgelöst, es sei denn der Rauch wird aus nächster Nähe auf das Gerät geblasen. Bei Parties mit vielen Rauchern kann es schon einmal zu einem Fehlalarm kommen. Der Raum sollte daher öfters gelüftet werden, ein ungewollte Alarm wird durch Lüften von alleine wieder beendet.

Was ist ein vernetzbarer Rauchmelder?

Ein vernetzbarer Rauchmelder ist ein Gerät, das per Kabel- oder Funkverbindung mit weiteren Rauchmeldern verbunden werden kann. Diese Vernetzung bewirkt im Brandfall, dass alle Rauchmelder einen Alarm melden und nicht nur das Gerät in der unmittelbaren Nähe der Rauchentwicklung. Vernetzung ist besonders bei mehrgeschossigen Wohnungen empfehlenswert oder auch bei grossen Wohnflächen, wenn die Gefahr besteht, dass ein Alarm durch grosse Entfernung oder geschlossene Türen gedämpft wird.

Können bestehende Alarmanlagen mit Rauchmeldern erweitert werden?

Grundsätzlich ja. Das ist auch empfehlenswert. Diese Rauchmelder müssen dann aber auch im unscharfen Zustand (bei Anwesenheit) der Alarmanlage in Betrieb sein. Der befugte Errichter informiert darüber gerne.

Der BAUMANGEL

Versteckte Baumängel

Die Gewährleistungsfrist erlischt nach drei Jahren, Schadenersatzansprüche gehen aber weiter!

Immer wieder taucht der versteckte Mangel, für welchen der Unternehmer „sowieso 30 Jahre Gewähr zu leisten hat“ auf. Diese Behauptung ist jedoch falsch! Die Gewährleistung ist die Pflicht des Verkäufers oder Unternehmers, für Mängel am gelieferten Gegenstand oder errichteten Werk durch

drei Jahre oder (bei beweglichen Sachen) sechs Monate

hindurch einstehen zu müssen. Diese Verpflichtung besteht nur für solche Mängel, die bei der Übergabe des Gegenstands oder Werks bereits vorhanden, aber aus bestimmten Gründen nicht erkennbar waren. So werden schadhafte bzw. schlecht verlegte Elektroleitungen oft erst Monate nach dem Bezug des Hauses erkennbar. Die Gewährleistungsfrist wird von der Übergabe des Werkes ausgelöst. Darunter ist generell die Inbesitznahme durch den Käufer oder Auftraggeber zu sehen, in Bauverträgen durch Schlußbegehung vereinbart, oftmals wird darauf aber verzichtet oder vergessen und wird das Haus vom Erwerber ganz einfach bezogen. Damit ist die Übernahme erfolgt, die Frist hat zu laufen begonnen.

Welche Rechte hat der Bauherr, wenn er die schadhaften bzw. schlecht verlegten Elektroleitungen entdeckt hat?

Hat er den gesamten Kaufpreis oder Werklohn noch nicht bezahlt, so kann er die Zahlung des Restbetrages bis zur Mängelbehebung verweigern, auch wenn der Behebungsaufwand geringer wäre als der geschuldete Betrag. (Es sei denn der Mangel wäre ganz unerheblich und die Zahlungsverweigerung als „Schikane“ anzusehen.)

Verständigungspflicht:

Doch muss der Unternehmer vom Mangel verständigt werden und er muss Gelegenheit erhalten, diesen zu beheben. Andernfalls schuldet der Auftraggeber den gesamten Werklohn mit Ausnahme des Wertes des Mangels, im Regelfall der Behebungsaufwand. Hat der Bauherr den gesamten Werklohn bezahlt, da der Mangel der schadhaften Elektroleitung bei Übergabe nicht zu erkennen war, so muss er bis zum Ablauf der dreijährigen Gewährleistungsfrist die Klage bei Gericht auf Mangelbehebung oder Preisminderung eingebracht haben, ansonsten wäre der Gewährleistungsanspruch verloren.

Wenn der vorhandene versteckte Mangel der schadhaften bzw. schlecht verlegten Elektroleitung erst vier Jahre nach Übergabe zu Schäden führt, ist die Gewährleistungsverpflichtung des Unternehmers erloschen. Die Gewährleistungsfrist endet für sämtliche Mängel nach drei Jahren ab Übergabe, egal ob der Mangel bereits erkennbar geworden ist oder nicht. In diesem Fall besteht seitens des Bauherrn die Möglichkeit – notfalls unter Zuhilfenahme eines Fachmannes – die Ursache des Mangels näher begutachten. Liegt nicht bloß ein reiner Materialfehler vor, sondern kann dem seinerzeitig tätigen Professionisten eine unfachgerechte Vorgangsweise vorgeworfen werden, kann der Bauherr Schadenersatzansprüche geltend machen, für die eine Verjährungsfrist von drei Jahren ab Kenntnis des Schadens und des Schädigers gilt.

Ein solcher Schadenersatzanspruch geht weiter als der Gewährleistungsanspruch, der auf die bloße Behebung des Mangels selbst – etwa Austausch der schadhaften Leitung – beschränkt wäre. Ein solcher

Schadenersatzanspruch erlischt nach 30 Jahren.

Wichtig ist, dass die Klage innerhalb von drei Jahren nach der Erkennbarkeit eingereicht wird.

Diese Information wurde auszugsweise einem Standard-Artikel entnommen.